12. April 2018,

Erasmus+ Projekt: Besuch bei Institut Escola in Lloret de Mar

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Mehrsprachigkeit, berufliche Orientierung und Arbeitsaustausch“ haben sich am 11.03.2018 14 Schüler und drei Lehrer der KSN auf den Weg nach Lloret de Mar gemacht. Es ist ein Projekt, das seit  2016 läuft und den Schülern die Möglichkeit bietet in fremde Länder zu reisen und diese näher kennenzulernen. Dabei werden in jedem Land verschiedene Berufsbilder entdeckt. In Lloret de Mar sahen wir uns die Berufe im Tourismussektor an.

ERASMUS ESPAÑA-POLONIA-ALEMANIAGetroffen haben wir uns am Sonntag um 13 Uhr am Stuttgarter Flughafen. Der Abflug nach Barcelona war um 15:05 Uhr. Nachdem wir um 16:55 Uhr gelandet waren, wurden wir mit dem Bus nach Lloret de Mar gefahren. Unser Aufenthaltsort war das Hotel Samba, in dem wir erst einmal gemeinsam zu Abend gegessen haben.

Der Montag begann mit einem Besuch der Schule „Institut Escola“. Uns wurde der Aufbau des Gebäudes, unter anderem der Klassenzimmer, die Sporthalle etc, gezeigt. Danach besuchten wir den Garten „Santa Clotilde“. Wir bekamen eine Führung, in der wir zusätzlich auch sehr schöne Ausblicke genießen konnten.
Damit wir uns besser kennenlernen konnten, gingen wir zurück in die Schule, bekamen gemeinsam einige Informationen über den Tourismus in Lloret de Mar und hatten die Möglichkeit mit den anderen Schülern bei einem Picknick zu reden.
Im Laufe des Tages nutzten wir unsere Freizeit, gingen an den Strand und erkundeten die Stadt auf eigene Faust. Abendessen gab es wie immer gemeinsam im Hotel.

Auf dem Programm für den Dienstag stand erstmal der Besuch des Supercomputers „Marenostrum“ in Barcelona. Bevor wir dort eine Tour bekamen, bearbeiteten wir ein Arbeitsblatt in Gruppen mit jeweils einem spanischen und einem polnischen Schüler. Nach der Führung wurde uns die Innenstadt mit all den wichtigen Sehenswürdigkeiten gezeigt. Bei einer einfachen Führung blieb es jedoch nicht, Aufgaben mussten ebenfalls erledigt werden. Danach ging es selbstständig auf Erkundungstour auf den berühmten „Ramblas“. Abends haben uns einige Spanier zu einem schönen Spaziergang eingeladen, welcher an einer Aussichtsplattform endete.

Um uns einen Einblick in das spanische Schulsystem zu verschaffen, wurden wir am Mittwoch in verschiedene Gruppen eingeteilt und durften zwei Stunden am Unterricht teilnehmen. Anschließend durften wir hinter die Kulissen des Girona Flughafens blicken und bekamen eine eindrucksvolle Demonstration eines simulierten Feuerwehreinsatzes. Um unseren Hunger zu stillen, wurden wir zu einem typisch katalanischen Essen eingeladen. Nachdem wir gestärkt wurden, haben wir die Altstadt Girona mittels einer Schnitzeljagd besichtigt. Das eindrucksvollste an Girona ist, dass dort die weltbekannte Serie „Game of Thrones“ gedreht wurde. Eine Dame aus dem Touristeninfomationsbüro erläuterte uns, was die Aufgabe ihres Arbeitsbereiches ist und womit Touristen nach Girona gelockt werden. Nachdem wir zurückgefahren sind, konnten wir unsere Freizeit genießen.

Da das Erasmus-Projekt tourismusbasiert ist und Touristen bekanntlich einiges an Müll hinterlassen, haben wir am Donnerstag die Mülldeponie in Mataró besucht. Dies haben wir sofort bei unserer Ankunft gemerkt, weil es schon im Bus nach Restmüll gerochen hat. Eingeteilt wurden wir in drei Gruppen, bevor es mit einer Führung losging. Die Mülldeponie wurde uns detailliert gezeigt und wir konnten uns einen tieferen Einblick über die Müllverarbeitungsprozesse verschaffen. Anschließend ging es auf Shoppingtour ins „Mataró Parc – Centre Comercial“.
Nachdem das Geld der Eltern reichlich ausgegeben wurde, ging es zurück ins Hotel. Um den Abend schön ausklingen zu lassen, haben uns die Spanier ins Kino eingeladen, um den Film „American Made“ zu schauen.

Es war von Anfang an auch ein sportlicher Teil geplant und aus dem Grund kam es am Freitag dazu, dass ein Spendenlauf für einen gemeinnützigen Zweck vor der Schule veranstaltet wurde. Wir mussten uns aber leider geschlagen geben, weil die jüngeren Polen, die von einer Sportschule kommen, einiges mehr an Sportlichkeit gezeigt haben. Anschließend haben wir eine duale Schule für Gastronomie kennen gelernt, wo wir in einem 4-Sterne-Hotel von den Kochschülern mit katalanischer Küche verwöhnt wurden. Wir durften zuschauen, wie das Essen vorbereitet wurde und zwischendrin durften wir auch Kostproben machen. Am Ende haben wir dort auch gegessen, wobei wir von den Schülern der Kellnerausbildung bedient wurden. Es hat sehr gut geschmeckt. Daraufhin ging es zurück ins Hotel und es gab Zeit, um sich für die Disco, die um 21:30 Uhr begann, fertigzumachen. Schüler aller drei Schulen hatten nochmal die Möglichkeit zusammen zu tanzen und zu quatschen. Um Mitternacht war dann aber leider Schluss.

Da wir am Dienstag etwas wenig Freizeit in Barcelona hatten, gab es am Samstag erneut die Möglichkeit die Stadt zu besichtigen. Der Weg dorthin hat jedoch circa zwei Stunden gedauert, weil wir diesmal auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen mussten. Es gab ein gemeinsames Mittagessen bei der „Tapería Babia“. Nach dem Essen ist ein Teil der Gruppe zusammen mit den Lehrern die „Sagrada Familia“ besichtigen gegangen. Es war ein langer Fußmarsch, der sich aber letzten Endes gelohnt hat. Generell war es ein schöner Ausflug, aber das Wetter hat nicht mitgespielt und stand uns etwas im Weg. Nach dem Rückweg und dem Abendessen konnten wir den Abend so gestalten wie wir wollten. So haben wir uns also mit den spanischen Schülern getroffen und die Woche ausklingen lassen. Die Koffer wurden davor natürlich gepackt, um am nächsten Morgen ohne Verzögerungen losfahren zu können.

Erasmus+ GruppenbildDie Zeit ist sehr schnell vergangen und es war schon wieder Sonntag und damit Abreisetag. Nach dem gemeinsamen Frühstück sind wir um 8:15 Uhr zum Flughafen nach Barcelona gefahren. Abflug war um 12:10 Uhr. Viele Schüler waren sehr traurig darüber, dass es schon so weit war. Die verschiedenen Wetterbedingungen sind auch sehr bemerkenswert, weil wir bei ca. 15 Grad losgeflogen sind und es zur selben Zeit in Deutschland -2 Grad hatte. Bei der Ankunft freute sich jeder wieder seine Familie zu sehen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Erasmus+-Projekt eine sehr gelungene Veranstaltung war und es eine sehr lehrreiche Woche gewesen ist. Wir konnten uns die Berufe im Bereich Tourismus genauer anschauen und haben gelernt, dass auch viel Arbeit dazugehört. Außerdem konnten wir viele neue Menschen und die Kultur Spaniens kennenlernen.

Sabrina Marques de Figueiredo (BK FR 2/2) und Georgios Kirtzos (BK FR 1/2)