Fachschule für Wirtschaft und Unternehmensmanagement – Fachrichtung Betriebswirtschaft

Unterricht

Aufgabe der Fachschule für Wirtschaft ist die an der Praxis orientierte Weiterbildung für qualifizierte kaufmännische Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung. Diese Weiterbildung baut in der Regel auf einer kaufmännischen Berufsausbildung und einer praktischen Berufserfahrung auf und soll die Allgemeinbildung vertiefen, das kaufmännische Grundwissen erweitern und ein an betrieblichen Funktionen oder Wirtschaftszweigen orientiertes gehobenes Fachwissen vermitteln.

Weiterbildungsgang

Die Weiterbildung umfasst zwei Jahre und ist als Vollzeitunterricht in eine Grundstufe und in eine Fachstufe gegliedert.

Der Unterricht in der Grundstufe beginnt jeweils im September und dient der Vertiefung und Erweiterung des kaufmännischen Grundwissens. Im ersten Halbjahr (01.09. – 31.01.) sind alle Fachschüler zur Probe aufgenommen. Wer die Probezeit (Notendurchschnitt 4,0) nicht bestanden hat, muss die Schule verlassen.

Aufnahmebedingungen

Voraussetzung für die Aufnahme in eine Fachschule für Wirtschaft sind:

  1. das Abschlusszeugnis der Berufsschule oder der Nachweis eines gleichwertigen Bildungsstandes
    und
  2. die Fachschulreife oder der Realschulabschluss oder das Versetzungszeugnis in die Klasse 11 eines Gymnasiums oder der Nachweis eines gleichwertigen Bildungsstandes
    und

    1. die Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf mit einer Regelausbildungsdauer von drei Jahren und eine anschließende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr
      oder
    2. die Abschlussprüfung in einem für die gewählte Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf mit einer Regelausbildungsdauer von zwei Jahren und eine anschließende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens vier Jahren, wenn der Schulleiter in einem fachlich orientierten Gespräch unter besonderer Berücksichtigung des bisherigen schulischen und beruflichen Werdeganges feststellt, dass der Bewerber den Anforderungen der Fachschule genügt
      oder
    3. eine kaufmännische berufliche Tätigkeit von mindestens sieben Jahren in Verbindung mit einer Abschlussprüfung nach § 40 Abs.2 des Berufsbildungsgesetzes (Externenprüfung)
      und
    4. bei ausländischen Bewerbern gute deutsche Sprachkenntnisse (Fachausdrücke der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre).

Über Ausnahmen (z.B. Meister) entscheidet der Schulleiter.

Absolventen des Kaufmännischen Berufskollegs II (Staatlich geprüfte Wirtschaftsassistenten) erfüllen die Aufnahmevoraussetzzungen mit dem Nachweis einer auf die Abschlussprüfung folgenden kaufmännischen Berufstätigkeit von mindestens drei Jahren.

Fachhochschulreife oder Hochschulreife können, wenn Ziff. 3 erfüllt ist, als fachliche Vorleistung bis zu einem Jahr auf die Dauer der Fachschule angerechnet werden.

Allen Bewerbern, deren Schulabschluss länger zurückliegt bzw. deren Englisch-Kenntnisse aktivierungsbedürftig sind, wird der Besuch eines Englisch-Kurses vor dem Schuleintritt dringend empfohlen.

Bewerber mit einem dem Realschulabschluss gleichwertigen Bildungssstand müssen fundierte Englisch-Kenntnisse mitbringen!

Beachten Sie bitte: Eine langjährige Berufserfahrung ist bei der Bewerbung und dem Wiedereinstieg ins Berufsleben von großem Vorteil (Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt).

Aufnahmeverfahren

Die KSN nimmt seit dem Schuljahr 2018/2019 keine neuen Schüler in der Fachschule auf.

An folgenden Schulen in Baden-Württemberg können Sie sich weiterhin für die Fachschule bewerben:

Abschlussprüfung

Das Weiterbildungsziel der Fachschule für Wirtschaft wird mit einer zentralen Abschlussprüfung erreicht, mit deren Bestehen die Bezeichnung

„Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin“

und

die Fachhochschulreife

erworben wird.

Bei bestandener Abschlussprüfung im PB „Personal-, Sozial- und Ausbildungswesen“ kann bei der IHK Stuttgart die Zuerkennung der Ausbildereignung gegen Gebühr beantragt werden. Das Antragsformular wird mit dem Abschlusszeugnis ausgehändigt.

Dieser Abschluss entspricht dem DQR/EQR Stufe 6 = Bachelor Professional und wird im Abschlusszeugnis bescheinigt. Bei einer Abschlussnote von besser als „ausreichend“ in Englisch wird die Niveaustufe III (B2) erreicht und ebenfalls im Zeugnis vermerkt. Auch kann das KMK-Zertifikat in Englisch im Rahmen der Abschlussprüfung erworben werden. Informationen hierzu werden rechtzeitig von den Fachlehrern gegeben.

Mit der PFH Privaten Hochschule Göttingen (Private University of Applied Sciences), Weender Straße 3 -7, 37073 Göttingen (www.pfh.de) besteht ein Kooperationsabkommen. Diese Hochschule wird bei Vorlage des Abschlusszeugnisses „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ eine Anrechnung zwischen zwei und vier Semester vornehmen. Dies hängt u.a. vom gewählten Studiengang ab. Weitere Informationen erhalten Sie nur an dieser Hochschule.

„Nicht erst nach Abschluss, sondern bereits im Laufe der Weiterbildung können Sie mit dem Bachelorstudium beginnen und haben am Ende beide Abschlüsse gleichzeitig in der Tasche.“ (Zitat aus http://www.pfh.de/fernstudium/tipps-und-infos/doppelpack-1-staatlich-gepruefter-betriebswirt-plus-bachelor.html)

Fachhochschulreife

Mit bestandener Betriebswirtprüfung wird automatisch die Fachhochschulreife vergeben. Die Fachhochschulreife wird in allen Bundesländern anerkannt.

Ausbildereignung

Bei genügender Teilnehmerzahl wird ein Kurs im Rahmen des Qualifikationsbausteines durchgeführt.

Weiterbildungskosten

Die Lehrgangsgebühren betragen lt. Gemeinderatsbeschluss z.Zt. 275,00 € je Halbjahr. Hinzu kommen 25,00 € Materialgeld je Halbjahr (praktische Übungen und Unterrichtsmaterialien). Änderungen dieser Beträge sind möglich. Mit der Bewerbung verpflichten sich die Interessenten zur Zahlung dieser Beträge jeweils fristgerecht zum 01.09. und 01.02. des Schuljahres.

Für Lernmittel ist je Schuljahr ein Betrag von ca. 300,00 € aufzuwenden.

Förderungsmöglichkeiten

Über Förderungsmöglichkeiten können grundsätzlich nur die BAföG-Stellen der Städte bzw. Landkreise Auskunft geben („Schüler-BAföG“ und „Meister-BAföG“). BAföG-Bescheinigungen dürfen von uns erst nach Schulantritt ausgestellt werden.

Nach § 11 Abs. 2 AFBG wird die Förderung von Beginn des Monats an geleistet, in dem der Unterricht tatsächlich begann und endet mit Ablauf des Monats, in dem planmäßig der letzte Unterricht abgehalten wurde.

Informationen zur BAföG-Förderung finden Sie unter www.meister-bafoeg.info

Es gibt zudem die „Begabtenförderung berufliche Bildung“, für die die Kammern zuständig sind.

Das Arbeitsamt fördert die Ausbildung zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ nur noch, wenn es sich um eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme handelt.

Unterbringung am Schulort

Die Schule kann Unterbringungsmöglichkeiten weder zur Verfügung stellen noch vermitteln, stellt aber für Suchanzeigen die Anschlagfläche am Schwarzen Brett gerne zur Verfügung.

Der Schule ist eine Mensa mit Kiosk angeschlossen. In der Mensa kann zwischen mehreren warmen Mittagessen gewählt werden. Der Kiosk bietet durchgehend Snacks und Getränke an.

Auskünfte

Weitere Informationen können Sie per E-Mail erhalten über juergen.kaipf@stuttgart.de und/oder telefonisch.

Weitere Informationen zur Fachschule für Wirtschaft: